Freiwillige Feuerwehr Untersiebenbrunn  
 
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Aktuell : Jahresrückblick - Mitgliederversammlung
am 19.02.2010

Samstag, 13.02.2010

19:00 Uhr – 21:00 Uhr

Die Freiwillige Feuerwehr lud zum Jahreshauptversammlung ins Feuerwehrhaus ein.




Die Freiwillige Feuerwehr Untersiebenbrunn hielt am Samstag, den 13. Februar ihre Jahreshauptversammlung ab. Kommandant HBI Hermann Roderer konnte dazu unseren Feuerwehrkuraten Pater Bernhard Weinbub und den Bürgermeister und Abgeordneten zum Nationalrat Rudolf Plessl recht herzlich willkommen heißen. Zahlreiche Mitglieder kamen ebenfalls zu dieser so wichtigen Versammlung. Schon alleine die Tagesordnung versprach einen informativen Abend. Zu allererst gedachten wir der Verstorbenen mit einer Gedenkminute. Im Vorjahr verstarb unsere Fahnenpatin Frau Ludmilla Wiesmahr. Wir werden ihr ein ehrendes Angedenken bewahren.

Protokoll, Kassabericht und Entlastung des Verwalters bedürfen der Zustimmung der Mitgliederversammlung. Ebenso die Wahl eines neuen Kassaprüfers aus den Reihen der Feuerwehrmitglieder.

Bericht des Kommandanten

Dann kam der von allen erwartete Bericht des Kommandanten. Erstmals wurden die Berichte zur Mitgliederversammlung mit einer Präsentation mit einem Projektor durchgeführt.

Die Freiwillige Feuerwehr hat derzeit 59 Mitglieder. Davon sind 44 Mitglieder aktiv, 10 sind Mitglieder der Reserve und 5 Mitglieder der Feuerwehrjugend. Von diesen Mitgliedern wurden 2009 58 Einsätze bewältigt. Alleine 554 Stunden wurden nur für Einsätze aufgewendet. Die Einsätze gliedern sich in Brände, Brandsicherheitswachen und technische Einsätze. Hauptbrandinspektor Roderer führte als Beispiel den Brand in einem Wohnhaus in Obersiebenbrunn an. Alleine 9 Brandsicherheitswachen wurden von der Gemeinde per Bescheid angeordnet bzw. auch vom Veranstalter angefordert.

Bei den technischen Einsätzen hob der Kommandant 3 Verkehrsunfälle hervor, wie z. B. der Einsatz auf schneebedeckter Landesstrasse 2 Richtung Obersiebenbrunn am 14. Jänner 2009. Oder der Einsatz auf der Russbachbrücke am 7. Mai 2009. Spektakulär war dann auch noch der Einsatz auf der L2 Richtung Untersiebenbrunn, als ein Auto die Leitschiene überwand.

Strassenreinigungen zählen ebenso zu technischen Einsätzen, wie das Keller auspumpen oder notwendige Baumschnitte nach Sturmschäden oder aus verkehrstechnischer Sicht.

Drei Hochwassereinsätze führten Kameraden der FF Untersiebenbrunn nach Markthof, in den Bezirk Bruck/Leitha nach Hollern – hier wurde das Einsatzgebiet zum Katastrophengebiet erklärt und nach Stillfried/Grub nach schweren Regenfällen, die ganze Ortsteile fluteten und verklausten. Zeitgleich wurden in Untersiebenbrunn Sturmschäden beseitigt.

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Einsatz der Pumpe in Markthof, um das durchsickernde Wasser flussseitig zu pumpen

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Vor Hollern wurde schon an einer Brücke das Wasser nur durch ein Sandsackdamm zurückgehalten


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So wie das Wasser hier auf den Feldern steht, stand es im Ort auch in den Kellern

HBI Hermann Roderer berichtete weiter, dass für feuerwehrtechnische Tätigkeiten und Übungen 2.320 Stunden aufgebracht wurden. Insgesamt wurden also mit den Jugendstunden und den Einsätzen 3.304 Stunden zur Sicherheit und zum Wohle für die Bevölkerung aufgebracht.

2009 wurden zwei Mitglieder neu aufgenommen. Es sind dies für die Feuerwehrjugend Rebecca Cornelius und Dr. Ilse Zach für den Aktivstand. Nach erfolgter Ausbildung in der Feuerwehr versieht dann eine Feuerwehrärztin Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr Untersiebenbrunn.

2009 wurden von Kommandant Roderer Maximilian Ertl und Melanie Ganselmayer zum PFM befördert. Nach erfolgter Truppführerausbildung wurden Patrick Amon, Johannes Hofer und Mario Pachmann zu Feuerwehrmännern ernannt. Alexander Schade wurde lt. Dienstposten zum Löschmeister. Daniela Frühwirth wurde nach absolviertem Verwalterlehrgang der Dienstgrad Verwaltungsmeister anerkannt.
Von Abschnittskommandant BR Alfred Kraus wurde Josef Letschka nach einem Prüfungs- und Schulungsmarathon von der theoretischen Atemschutzausbildung über die Gruppenkommandantenprüfung und dem Zugskommandantenlehrgang mit Test bis zur bestandenen Feuerwehrkommandantenprüfung zum Hauptverwalter befördert.

Für 40 Jahre verdienstvolle Tätigkeit auf dem Gebiete des Feuerwehr- und Rettungswesen wurde Ehrenhauptbrandmeister (EHBM) Josef Rebensteiner das Ehrenzeichen des Landes Niederösterreich verliehen.
LM Michael Dellert wurde das Verdienstzeichen des NÖ Landesfeuerwehrverbandes 3. Klasse an die Brust geheftet.

Durch Erreichung der Altersgrenze wurde OBM Karl Türk in den Reservestand überstellt. Karl Türk wurde der Ehrendienstgrad Ehrenoberbrandmeister anerkannt.

Die Freiwillige Feuerwehr hatte drei Feste zu bewerkstelligen, wobei der Kirtag mit der Segnung des Mannschaftstransportfahrzeuges durch Pater Bernhard der eindeutige Höhepunkt war. Als Patin für das Fahrzeug konnte Eva Letschka gewonnen werden. Auch der Spektakelsonntag trug die Handschrift der Freiwilligen Feuerwehr Untersiebenbrunn mit seinen Attraktionen. Beim Adventmarkt wärmte nicht nur der Strudel, sondern auch das gut geheizte Zelt.

Vor Weihnachten gab es noch eine Werbeaktion für Hauptschüler und Gymnasiasten bei der Bushaltestelle mit Foldern, Schlüsselanhänger und einer Einladung zum Aktionstag in den Weihnachtsferien. In der Volksschule wurde für die 4. Klasse ein Vortrag „Wir lernen mit der Feuerwehr“ abgehalten und ebenfalls mit Folder und Schlüsselanhänger zum Aktionstag eingeladen.

Der Landesfeuerwehrverband feierte 140 Jahre. Aus diesem Anlass brachte er eine DVD heraus. Ein Teil dieses Filmdokumentes widmete sich, in Form eines Imagefilmes für die Feuerwehrjugend, der Vergangenheit der Freiwilligen Feuerwehr. Ein Beitrag von EHBM Josef Rebensteiner findet sich in diesem als historisches Dokument aus dem Jahre 1972. Gedreht wurde dieser Film seinerzeit in Super 8. Von HV Josef Letschka wurde dieser Film dann digitalisiert, um in die DVD Einzug finden zu können. Einige Kameraden und unser TLF sind darauf zu erkennen.
Die Ausbildung wurde 2009 nicht nur groß geschrieben. Es wurde mit Erfolg an vielen Kursen in der Landesfeuerwehrschule, bei Bezirks- und Abschnittsausbildung von vielen Mitgliedern teilgenommen.

Voller Stolz fuhr Kommandant Roderer weiter, sei es uns gelungen, das Tanklöschfahrzeug aus privater Hand mit Patenschaftsanteilen zurückzukaufen. Ein Stück Geschichte ist wieder heimgekehrt. Wir danken den Paten von ganzen Herzen für ihre großzügige Spende.

Bericht der Verwaltung

Da die Verwaltung nicht nur die Kassengeschäfte der FF sorgfältig und sparsam führt, sondern auch noch viele andere Tätigkeiten durchführt, wurde von HV Letschka ein kurzer Überblick gegeben.
In der landesweiten EDV sind nicht nur die Einsatzberichte zu erfassen, sondern auch Tätigkeits- und Übungsberichte. Es erfordert die Mitarbeit aller, dass die daraus resultierenden Berichte - die für Förderungsmaßnahmen genauso herangezogen werden, wie als Tätigkeitsnachweise für den Landesfeuerwehrverband und das Bezirks- und Abschnittskommando dienen – korrekt und vollständig erfassbar sind.
Für einige Leistungen müssen Kostenersätze verrechnet werden. Auch die Mitgliederverwaltung mit Foto, Sozialversicherungsnummer und einigen anderen wichtigen Daten erfordern hohen Arbeitseinsatz. Nicht zu vergessen sind hier die Kursanmeldungen, die viel Vorbereitung erfordern und flinke Finger bei der Anmeldung.
Der Verwaltung obliegt auch die Pflege und Aktualisierung der Homepage. 2009 erreichten wir im ersten Jahr ihres Bestehens bei dem von der Firma Dräger veranstalteten Homepage-Wettbewerb auf Anhieb drei von fünf Helmen.

Allein 2009 wurden 5.914 einzigartige Besucher gezählt, die Anzahl der Besuch erreichte 9.390. Es wurden 63.757 Seiten angesehen und 365.217 Hits gezählt. Die Besucher der Homepage sind zwar größtenteils aus Österreich, aber es finden sich immer wieder Leser aus aller Herren Länder- von Germany, den USA bis zur Dominikanischen Republik.

Die Verwaltung versucht auch den Schaukasten attraktiv zu gestalten. Es werden jetzt vermehrt Themen aus der aktuellen Homepage zum Aushang kommen.

Unsere Feuerwehrzeitung – der Florian – erfreut sich nicht nur in Untersiebenbrunn großer Beliebtheit als Informationsmedium, sondern er wird auch von anderen Feuerwehren in Art und Aufmachung "kopiert". Danke für dieses außergewöhnliche Lob. Mit dem Florian gelingt es immer wieder einen Rückblick über das abgelaufene Jahr zu geben und unsere erbrachten Leistungen aufzuzeigen.

Berichte der Fachchargen, Warte und Sachbearbeiter

Der Fahrmeister OLM Jürgen Koczera brachte einen Überblick über die Treibstoffkosten.
Die Reparaturen und Verbesserungen der einzelnen Fahrzeuge wurden aufgezeigt.
Es waren dies die Excenterrepartur und das Pumpenservice. Dieses schlug sich mit über € 7.700,-- zu Buche. Der Einbau eines Rückfahrsystemes ermöglicht das alleinige Rangieren des Rüstlöschfahrzeuges. Dies ist immens wichtig, da untertags oft sehr wenige Mitglieder in den Einsatz gehen können und daher oft ein Einweiser fehlt. Die Pneumatikhauptversorgungsleitung wurde erneuert und ein internes Service mit Komplettschmierung durchgeführt. Diverse Lackausbesserungen wurden ebenso vorgenommen, wie neue Schaufeln und Krampen angekauft. Auch das KLF kommt langsam in die Jahre. Das Bremssystem, die Traggelenke und die Radlager wurden reparariert. Eine Aufhängung für die Motorsäge und eine Dachbefestigung für die Leiter installiert. Der Trokomat der Tragkraftspritze wurde neu abgedichtet. In das MTF wurde eine Alukiste für Einsatzfälle eingebaut. Das Schlammpumpenaggregat hatte rund 80 Betriebsstunden in den Hochwasserensätzen absolviert. Die Abschleppachse wurde adaptiert.
Auch die Adaptierung des Schulungsraumes mit Beamer, Leinwand, Computer und Mediaanlage trugen seine Handschrift. Der angeschaffte 40 Fuß Container wurde auf einen betonierten Unterbau gestellt.

Für den Atemschutz zeichnet LM Alexander Schade verantwortlich. Eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe. Als erste Feuerwehr im Abschnitt Marchegg führen wir 2 Fluchtmasken in den Einsatzfahrzeugen mit. Sie können im Einsatzfall Leben retten. Mit ihm besuchten vier weitere Mitglieder die Kompressorschulung in Schönfeld, er besuchte auch die Atemschutzwarteschulung und präsentierte dort die Fluchtmaske anhand einer Übungsmaske. Drei Mitglieder (zwei davon in Theorie) besuchten die Atemschutzausbildung im Bezirk. LM Schade schulte selbst in Theorie 8 Mitglieder. Wir besuchten die Atemschutzübungsstrecke in Kopfstetten. Eine „heisse“ Übung wurde in Lassee abgehalten. Beim Brandeinsatz in Obersiebenbrunn war eine Mannschaft im Einsatz. 3 Atemschutzgeräte müssen in spätestens 4 Jahren ausgeschieden werden und dürfen nicht mehr verwendet werden.

FM Sabine Gazsi hat in der Feuerwehr den Nachrichtendienst über. Sie hat mit 19 Mitgliedern an 3 Funkübungen im Abschnitt Marchegg teilgenommen. Eine Funkausbildung mit fünf Mitgliedern stand ebenso auf ihrem Programm, wie die Programmierung der Digitalfunkgeräte. In Zukunft ist geplant gemeinsam mit Schönfeld die Funkausbildung in Untersiebenbrunn durchzuführen. Für den theoretischen Teil kann unser Schulungsraum genutzt werden.

Feuerwehrjugendführer (FJF) LM Michael Dellert konnte aus beruflichen Gründen kein so intensives Programm wie in den Vorjahren durchführen. Es gab im abgelaufenen Jahr als Highlights einen Filmabend mit Übernachtung, die 1. Erprobung einiger Jugendmitglieder, sowie die Teilnahme mit vier Mitgliedern am Landesjugendlager. Für 2010 sind eine Werbeaktion mit einem Jugendaktionstag und einem 24-Stunden-Tag bei der Feuerwehr geplant.

Beförderungen

HBI Roderer beförderte Florian Dellert und Wolfgang Dolecek zum Oberfeuerwehrmann, Andreas Hausner zum Oberlöschmeister und Karl Türk zum Ehrenoberbrandmeister.

Abschließend bedankte sich Bürgermeister NR Rudolf Plessl bei Hermann Roderer und seinem Team für die geleistete Arbeit in der Gemeinde und auch im Bezirk und wie anhand des Schlammpumpenaggregates sogar im Bezirk Bruck/Leitha. Der Bürgermeister gab auch seiner Freude über den Filmbeitrag von Josef Rebensteiner im historischen Film des Landesfeuerwehrverbandes Ausdruck und bedankte sich für die auf Empfehlung der Feuerwehr Untersiebenbrunn vom Landesfeuerwehrverband überreichte DVD. FKUR Pater Bernhard dankte für alle kirchlichen Ausrückungen. Die FF erfüllt damit nicht nur eine kulturelle Aufgabe, sondern gibt auch vielfach ein Bekenntnis des Glaubens ab.

Vor und nach den Tagesordnungspunkten wurde eine von OLM Jürgen Koczera zusammengestellte Diaschau vorgeführt.

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